Chronik

2009/2010

An den letzten Tagen des Jahres 2009 lässt sich wieder entspannt auf ein gutes Jahr zurückblicken. Auch wenn es viele Baustellen, Problemchen und auch Probleme gab, hat sich der ruhepuls doch auch in diesem Jahr wieder in die richtige Richtung weiterentwickelt. Und wow! Endlich einmal ist es mir 2009 gelungen, sämtliche Planungen und Bauprojekte in die Tat umzusetzen. Vor allem der Umbau der Lehmhütte zum Büro und die Erweiterung des Bistros haben viel Zeit in Anspruch genommen und jede Menge Dreck produziert. Aber: Pünktlich zum 1. Mai, an dem unsere Saisoneröffnung 2009 kombiniert mit unserem fünfjährigen Jubiläum stattfand, war dann tatsächlich alles fertig. Es hat mich schon mit viel Freude und Stolz erfüllt, als langjährige Kunden erstmals im neuen Büro standen, sich bewundernd umschauten und dem auch noch Ausdruck verliehen. Ebenso waren der Umbau und die Vergrößerung des Bistros ein Volltreffer und auch die neu ins Speisenangebot aufgenommenen Crepes (süß, herzhaft, vegetarisch) kamen sehr gut an. Das Verkaufsfenster - nunmehr mit Ausrichtung zum Haussee - und die direkte Blickverbindung zu den Kunden auf der Seeterrasse optimieren die Abläufe und sind einladend zugleich. Die Entscheidung, auch diesen Bereich noch zu überdachen (die bereits vorhandene Veranda wurde bis zur Hausecke verlängert), war ebenfalls goldrichtig. Im gleichen Zug habe ich mich von der Idee der mobilen Überdachung des Steges verabschiedet, denn die Schlechtwetter-Alternative mit den ca. 25 überdachten Sitzplätzen direkt am Haus erwies sich als völlig ausreichend. Da es mir aber offenbar bezüglich der Umbauarbeiten noch nicht genügte, wurde auch die Fertigstellung der Boule-Bahn vorangetrieben. Auch sie wurde am 1. Mai in Betrieb genommen. An diesem Tag konnten wir den rund 60 Gästen noch ein weiteres Highlight an unserer Station präsentieren. Über Winter 2008/2009 waren wir uns mit Tom Sawyer Tours einig geworden und sind seit 2009 Verleihstation für vier Flöße des Typs TS 550. Das erste Floß stach also am 1. Mai zur Jungfernfahrt in See. Nach einigen 'Kinderkrankheiten' (wir sind die erste von drei Tom Sawyer-Stationen, die mit Elektromotoren arbeitet. So mussten wir alle erst entsprechende Erfahrungen sammeln) haben sich die Flöße inzwischen zu einer echten Erfolgsstory gemausert. Die Auslastung im ersten Jahr war deutlich höher als von mir und Tom Sawyer erwartet. Dabei wurden besonders die kurzfristigeren Verleihmodule zwischen drei Stunden und einem Tag auf unserer abgeschlossenen Seenplatte gebucht. Es gab aber auch zahlreiche Mehrtagesfahrten. Beim bisher längsten Aufenthalt fand eine Gruppe über fünf Tage Entspannung auf unseren Seen. Sehr zu unserer Freude wird ab 2010 auch der Schmale Luzin befahrbar sein, was zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung der Floßtouren beiträgt. Als gute Entscheidung erwies sich übrigens auch die Einstellung des Fahrrad-Verleihs. Nach einer Rundum-Erneuerung über Winter fanden unsere 18 Räder in der Umgebung (Forsthaus am See, Drostenhaus, Kolbatzer Mühle) ein neues Zuhause und werden dort reichlich genutzt. Ein zweiter Volltreffer war es, unsere immer erfolgreicher werdende Abendveranstaltung 'Steg in Flammen' wiederholt musikalisch zu begleiten. Ganz gleich, ob Jörg Hartzsch mit Alphorn, Ernst Rittwagen mit Saxophon oder das 'Collec Tiv' mit respektloser Musik aus verschiedenen Kisten – unsere sechs 'Konzertabende' lockten jeweils zwischen 60 bis 80 Personen an unsere Station. Für uns eine Motivation, dieses Angebot 2010 noch weiter auszubauen. Erste Gespräche mit der Musikschule Neubrandenburg (dem Nachwuchs eine Chance!) und weiteren Künstlern wurden bereits geführt. Des weiteren sind zusätzliche Neuerungen für 2010 geplant: Die Einrichtung eines Biwakplatzes (erlaubt lediglich die einmalige Übernachtung und ersetzt keinen richtigen Campingplatz!) ist derzeit bei der Gemeinde beantragt und wird hoffentlich positiv entschieden. Außerdem wollen wir mit Peter Pfitzner zusammen 'Stadtführungen vom Wasser aus' anbieten. Die Lage des Ortes an den Ufern des Haussees drängt sich dafür regelrecht auf. Handwerklich macht der Eigenbau eines Wassermotorrades (kein Jetski!) sehr viel Spaß und wird unsere Mobilität auch auf dem Wasser deutlich verbessern. Recht viel versprechend entwickelt sich zudem eine im Herbst 2009 angeschobene Vernetzungs-Initiative. Die Kooperation mehrerer Unternehmer am Ort '17zwo58 – Feldberg bewegt dich!' hat bereits erste Arrangements entwickelt und plant weitere Vorhaben. ruhepuls bietet in diesem Rahmen für 2010 im Mai und September in Zusammenarbeit mit dem Seehotel zwei 'Aktiv-Wochenenden' (Quad, Tauchen, Qigong, Reiten, Bogenschießen, Kanu, Radfahren, Kegeln, Wellness) an. Nach nunmehr fünf Jahren ruhepuls ist es schön zu sehen, wie sich die Station entwickelt und etabliert hat und wie sich unser Profil immer mehr schärft. Auch wenn mir die Ideen nicht auszugehen scheinen, bin ich nun doch wohl so langsam am Ende der Um- und Ausbauarbeiten angelangt. Denn eines ist mir sehr wichtig: Bei allem Eifer soll die Station ihren gemütlichen, persönlichen, beschaulichen und 'wild-romantischen' Charakter nicht verlieren. Dies scheinen nämlich genau die Motive zu sein, weswegen die immer zahlreicher werdenden Gäste so gern, oft und lange bei uns verweilen.

Stand: Feldberg, 30. Dezember 2009

Christian Bermes

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