Chronik

2010

Mit Blick auf den letzten Eintrag in der Chronik (30. Dezember 2009) wird es nun vor der langsam beginnenden Saison 2011 aber doch Zeit das Auge noch mal rückwärts auf das Jahr 2010 zu richten. Ansonsten drohen Verschleierung und Vergessenheit doch einiges ins falsche Licht zu rücken.
Nachdem die Umbauten vor der Saison 2010 mal nicht das gesamte Frühjahr in Beschlag genommen hatten, ging es diesmal ein wenig bautechnisch ein wenig entspannter los als in den Vorjahren. Dafür hatte das Thema "Biwakplatz", der nicht genehmigt wurde, frühzeitig einiges an Energie abgezogen.
Leider waren dann auch noch sowohl das Himmelfahrts- als auch das Pfingstwochenende recht verregnet und die möglichen frühen Einnahmen bestätigten sich leider längst nicht in dem erhofften Rahmen. Etliche Paddler brachen ihre Wochenendtouren entnervt, durchgefroren und mit lauter klammen und nassen Sachen im Gepäck vorzeitig ab.
Dafür hatten wir dann bei unserem großen Tagesevent mit der Druckerei Steffen aus Friedland das Wetterglück auf unserer Seite. An dem Tag hatten wir viele Unternehmen aus dem Ort eingebunden. Das Essen wurde – aufgrund unserer begrenzten räumlichen Kapazitäten in der kleinen Bistroküche – größtenteils angeliefert. Außerdem wurden das Tauchcenter Feldberg und Quad-Tours in den Aktivtag integriert. Das abwechslungsreiche Programm, das außerdem Bogenschießen, Boule, Dart, Floß- und Kanufahrten vorsah, kam bei allen Teilnehmern gut an. Das rustikale Essen mit Suppen aus der Brottasse passte in den Naturambiente am See. Bei einem Grillabschluss ließ man den Tag ausklingen und einige TeilnehmerInnen dachten ganz konkret für eine Wiederholung eines solchen Tages auch für ihr Unternehmen nach.
Da sich bei den Flößen die Kinderkrankheiten ausgewachsen hatten, konnten wir auch dieses Angebot noch optimaler in unser Programm einbinden. Immer wieder nutzten es Gruppen dazu, einen gemütlichen Tag mit weiteren Aktivitäten an Land oder einer abendlichen Grillverköstigung zu kombinieren. Da der Schmale Luzin nun aus naturschutzrechtlichen Gründen aber doch nicht für das Befahren zugelassen wurde und unser Partner Tom Sawyer Tours zudem eine weitere Station in Neustrelitz mit Anbindung an die Bundeswasserstraßen eröffnet hatte, etablierte sich unsere abgeschlossene Einheit mit ihren drei befahrbaren Seen als Kleinod für Mehrstunden- oder Tagesfahrten. Übernachtungen und Mehrtagesfahrten sind allerdings auch weiterhin möglich.
Die Erfolgsstory unserer abendlichen Konzerte beim „Steg in Flammen“ wurde dagegen um ein weiteres großes Kapitel fortgeschrieben. 19 Termine (einer fiel leider dem schlechten Wetter zum Opfer) fanden mit größtenteils überwältigender Resonanz (immer zwischen 60 und 120 Gästen) statt. Die Musiker zeigten sich begeistert davon, die Leute vom Wasser aus unterhalten zu können und das gemütliche Ambiente am See gefiel und kam bestens an.
Ein weiteres Highlight war das klassische Sommerkonzert der Neubrandenburger Philharmonie. Es war schon eine Menge Gänsehaut im Spiel, als ich die gut 550 Zuschauer in Namen unseres veranstaltenden Unternehmer-Netzwerkes „17zwo58 – Feldberg bewegt dich!“ auf der Seebühne auf dem Amtswerder begrüßen durfte. Und auch das NDR-Fernsehen berichtete davon und brachte auch ein kurzes Interview mit mir.
Zu meiner großen Freude hatte sich die Kölner Klettenkette, eine Folkloretanzgruppe, der ich 14 Jahre angehörte, zu ihrem 25-jährigen Gruppenjubiläum schon zum zweiten Mal für einen einwöchigen Aufenthalt in Feldberg entschieden. Nach anfänglichen, zumindest wenigstens meist nächtlichen Regengüssen besserte sich das Wetter innerhalb dieser Woche und die Gruppe samt Familienanschluss konnte viel draußen sein und mit den Kindern gemeinsam die Natur genießen. Auch der gemeinsame Abschlussabend an der Station war ein großer Erfolg und wurde von zahlreichen Gästen und Besuchern begleitet. Schön, dass mein „Tanzgedächtnis“ noch ganz gut funktioniert hat und ich mich bei zwei Tänzen noch dranbaumeln konnte.
Doch dann war es mit dem schönen Wetter "hinten raus" viel zu schnell vorbei und schon der August hielt nur noch weniges sonnige Tage bereit. Zwar zeigte sich später der Oktober noch einmal von seiner guten Seite, aber davon kann die ruhepuls-Station erfahrungsgemäß schon nicht mehr wirklich profitieren.
Trotzdem kann ich auch nach unserem siebten Sommer ein absolut positives Fazit ziehen. Wir werden immer mehr und besser wahrgenommen, haben längst unser Plätzchen in der Feldberger Tourismusdienstleistung gefunden und kooperieren mit etlichen anderen Anbietern teilweise hervorragend. Und der „Steg in Flammen“ wird inzwischen nicht nur von vielen Gästen, sondern auch von immer mehr Einheimischen als kultureller Leckerbissen angesehen. Also: Weiter so – oder nicht?! *lach*

Stand: Feldberg, 17. Mai 2011

Christian Bermes

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