Mecklenburger Schwimmschuhe

Bei uns kann man über das Wasser laufen!

Mit den Mecklenburger Schwimmschuhen soll man lautet Hersteller nach einiger Übung vier bis sechs km/h erreichen können - damit hängt man jeden Ruderkahn ab.

Schon Leonardo da Vinci beschäftigte sich vor etwa 500 Jahren mit der Idee des Laufens auf dem Wasser und entwarf ein Gerät dafür. Bekannte Patente gibt es seit 1870. Um 1985 wurden die Schwimmschuhe als „Seawalks“ von der VEB Wiking in Schwerin unter hoher Geheimhaltung für einen amerikanischen Händler entwickelt. Einige Exemplare tauchten 2003 beim Aufräumen einer alten Scheune in Godern bei Schwerin wieder auf. Damit ent- wickelte sich ein regionales Freizeitvergnügen, das auch bei den Medien auf großes Interesse stieß. Die zahlreichen Nachfragen führten schließlich zur Serienproduktion.

Die Schwimmschuhe sind 2,30 Meter lang und acht Kilogramm schwer und können von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen bewegt werden. Der Auftrieb hält Nutzer mit einem Körpergewicht von bis zu 90 kg über Wasser, bei schwereren Personen sinken die Schwimmschuhe immer weiter ein und gehen irgendwann ganz unter.

Ungeübte schieben sich nach ersten Gleichgewichtsübungen im Stand erstmal mit den beiden zusätzlichen Auftriebskörpern am Ende der beiden Stöcke vorwärts. Über diese „Doppelstocktechnik“ hinaus wäre es das große Ziel, sich ähnlich wie beim Skilanglauf gegengleich (rechter Arm - linkes Bein) zu bewegen. Man läuft jedoch insgesamt aufrechter und muss die Beine aktiv unter dem Körper wieder nach vorne schieben.

Bei der Ausleihe werden die Wasserschuhe für maximal eine halbe Stunde zur Verfügung gestellt. Während dieser Zeit können die „Läufer“ gewechselt werden. Die Ausleihgebühr beträgt 3,50 Euro.